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Reiseziele
Ein Land voller Geheimnisse, was seine Regierung betrifft. Ein Volk voller Sorgen, Problemen und Armut durch seine Geheimnissträger.
Wenn wir in solche Länder reisen, wissen wir oft nicht einmal wo wir überhaupt hin reisen. Das ist eigentlich im zeitalter des internets traurig. Um so trauriger, wenn wir dann vor Ort zufällig erleben müssen, wo wir da sind. Meist wird uns ja nur die ausgewiesene Schönheit des ausgeprägten Tourismus serviert und seine hinteren Kulissen so gut getarnt, dass wir den Gedanken mit nach Hause nehmen, im Paradies gewesen zu sein.
Wenn wir einmal ehrlich zu uns selber sind, dann dürften wir doch solche Länder gar nicht bereisen. Nicht eher bis dort Demokratie, Redefreiheit, Pressefreiheit und gleiches Recht für Alle herrschen. Wir bereisen aber Länder, wo wir seine Diktaturen mit unserem Euro, oder Dollar noch die Taschen füllen und die Korrupption immer mehr begünstigen.
Wären wir uns dessen bewusst, würden wir anders denken? Kinderarbeit boykottieren wir doch auch und haben schon gewaltige Sieg damit erzwungen.
Aber egal wir wollen Spass, denn es ist Urlaub und den wollen wir erst mal nicht hier zerhacken, denn jeder muss für sich selbst entscheiden, was richtig und falsch sein könnte.
Kommen wir wieder zum Urlaubs-Land Kuba.
Die Hauptstadt Havanna ist besonders eindrucksvoll durch seine malerischen Gassen und die teils verfallenen gebäude, aus einer einst kurzen und besseren Ära. Eines der gepflegtesten Stadtviertel ist heute noch Miramar. warum das so ist sollte jeder einmal selbst erforschen, denn geld regiert auch hier die Welt.
Den historischen Stadtkern von Havanna sollte man auf keinen Fall auslassen, wenn man die Haupstadt Kubas besucht. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und wird seit langer Zeit schon auf dessen Kosten restauriert. Ob aber alle Gelder in diese Restauration fließen wird leider immer wieder von der Unesco als zu oberflächlich abgehandelt, da korrupt regierte Länder laufend ihre Pläne und Kalkulationen ändern, wenn es um Masterpläne geht. Da es letzlich alles Steuergelder der westlichen Welt sind, sollte jedem bewusst sein, dass auch seine Euro dabei sind.
Das betrifft übrigens zur Zeit das Weltwunder von Luxor, in Ägypten. Wo sinnlose Milliarden über einen Zeitraum von rund dreizig Jahren verschossen werden. Schlimm, wo auf dieser Welt täglich tausende Kinder verhungern müssen.
Weiter mit den Sehenswürdigkeiten in Kuba.
Im Fortalezza de San Carlos de la Cabana werden Abend für Abend feierliche Kanonenschüsse abgefeuert.
Aufregende Monumente kann man auf dem Friedhof Cristobal Colon sehen. Alles ist wie eine eigene kleine Stadt aus Granit und Marmor gestltet. Einem Nationalmuseum gleigestellt ist der Palacio de los Capitanes Generales. Im Innenhof stolzieren sogar bunte Pfauen.
Die Plattenbauten im Stadtviertel Vedado entstanden nach sowjetischem Muster und zum Zeitpunkt, als der politische Wahnsinn des sozialistischen Lagers seinen Höhepunkt erreicht hatte. Wer dieses Betonghetto nicht gesehen hat, hat auch nicht viel verpasst, aber sollte nicht ungenannt bleiben, weil es zu Kubas Epochen gehört.
Eindrucksvoll ist die Kathedrale, in der Nähe gibt es ein paar gemütliche Kneipen, wo man herzlich, wirklich herlich aufgenommen wird. Insgesamt wurde am Paseo del Prado vieles der alten Häuser restauriert. Aber Abseits der Touristenviertel sind die alten Stadtteile schon sehr heruntergekommen und wie gesagt, für unwissende Touristen schon sehr Mitleid erregend.
Das gesamte Gebiet um Pinar del Rio, westlich der Hauptstadt, ist für seinen hoch eingestuften und exelenten Tabak bekannt. Ungehindert kann man da schnell eine der zahlreichen Tabakfabriken besichtigen und eine kleine handgedrehte Kostprobe, wie eine Friedenspfeife genießen.
Typisch für diese Gegend sind die grün überwucherten Felsformationen und eine rote Erde wie sie in Afrika oft vorkommt.
Trinidad an der Südküste ist eine bezaubernde Stadt. Sie wurde ebenfalls zum Weltkulturerbe erklärt. In dieser wunderschönen Kolonialstadt befindet sich ein historisches Viertel mit schmale Straßen und uraltes Kopfsteinpflaster.
An der Plaza Mayor direkt am Meer gelegen kann man eine ständige Kunstgalerie besichtigen. Und im kleinen Park nebenan hat man an einer Freiluftbar die Auswahl herrlicher Cocktails, wo man dessen Wirkung auf einer dazu gehörigen Tanzfläche mit einer Schönheit Trinidat's gleich freien Lauf lassen kann. Aber Vorsicht, es riecht leicht nach "Herbertstrasse" wenn man zu viele Cocktails trinkt.
In Varadero angekommen, erleben wir den größten Urlaubsort Kubas. Er befindet sich auf einer Halbinsel mit einem traumhaften Zuckerstrand und Südseeflair. Zahlreiche Hotelanlagen haben sich hier angesiedelt und es wird dem Touristen alles geboten, wozu das kleine und arme Kuba überhaupt in der Lage ist. Und wenn es um Urlauber geht ist man zu allem in der Lage, denn man braucht die Dollar, um mehr Dollar daraus zu machen.
Knapp 50 km südöstlich von Varadero liegt das wiederaufgebaute Indianerdorf Guama, obwohl es auf Kuba keine Indianer gab, musste diese Anlage her. Dieses Indianerdorf ist eine reine Touristenattraktion mit Hütten und Buden aus Palmenholz der Region und man bietet einiges an Unterhaltung aus der Hinterhand. zur not wird auf unterhaltender weise improvisiert.
Alles in einem Paket gebucht geht nicht, da auch Kuba meist mit All-Inclusive anbietet. man sollte aber aus den Trott der Vollpansion ruhig mal ausbrechen und selbst was unternehmen um Land und Leute kennen zu lernen. Der Kubaner ist ein dankbares Unikum, wenn es um Gastfreundschaft geht. Davon können übriegens die Nordafrikaner lernen, denn kubanische Freundschaft ist Herzenssache und nicht aufgesetzt.