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Tunesien

Reiseziele

Wie die vorab genannten Länder Ägypten und Narokko, bewegen wir uns weiter in Nordafrika und finden deswegen von der Mentalität gegenüber dem Touristen keine großen Unterschiede bei diesen drei Ländern.
Ein bischen frech und ohne viel Hintergrundwissen wird auf Urlauber drauf los gegangen.
Man erkennt auch hier sehr schnell an Kleidung, Auftreten und Gesten, woher der urlauber stammt und in welche Schublade er muss.
Das zeichnet auch Tunesien aus und bringt nicht gerade ein nervenschonenden Urlaub mit sich, wenn es um das Thema Shoopen geht.

Anders ist es bei dann schon bei den Sehenswürdigkeiten in der modernen Hauptstadt Tunis und in der Altstadt.
Das Bardo-Museum z.B. und die zahlreichen Märkte mit winzigen Handwerkerläden haben endlich gelernt mit Touristen umzugehen.

Im Bardo-Museum ist man gern gesehen und es sind hervorhebend die römischen Mosaike interessant, und auch das reich verzierte Museumsgebäude selbst ist als sehenswert zu bezeichnen. Die große Flanierstraße von Tunis ist der Habib-Bourguiba-Boulevard und man hat seine Freude hier zu sehen und gesehn zu werden. das moderne Tunesien zeigt sich hier von seiner besten Seite.
In der Nähe von Tunis kann man dann weiter die Ruinen von Karthago besichtigen. Karthago, die so berühmte Stadt des Altertums, ist heute ein Villenvorort von Tunis und es hat sich eine Klasse für sich etabliert.

tunesien

Karthago von Tyros aus im 9. Jahrhundert vor Christus gegründet, wurde eine große Seemacht, die schon im 6. Jahrhundert v. Chr. in Sardinien, Sizilien, Spanien und Gallien Handelsniederlassungen besaß. In den Punischen Kriegen erlag Karthago den Römern. 146 v. Chr. wurde es dann total zerstört. Die dann von Cäsar in Karthago gegründete Kolonie wurde 439 n. Chr. Hauptstadt des Wandalenreiches und 697 wiedermals durch die wütenden Araber zerstört. Erhalten sind uns Gott sei Dank heute noch, das Aquädukt, Reste der Stadtmauer und frühchristliche Basiliken.

Das Hafenstädtchen La Goulette, Sidi-Bou Said mit seinen andalusischen Häuserzeilen, sowie La Marsa, Gammarth und Raouad sollten als Höhepunkte eines Tunesienurlaubs ruhig mit angefahren werden, denn es lohnt sich hier wirklich über die vergangenheit der tunesier seine Eindrücke zu sammeln.

Im Norden liegt das irische Tunesien, irisch weil es eine unendlich grüne und bergige Gegend mit fruchtbaren Ebenen ist. In Bizerte kann man gern und in aller Ruhe den alten Fischerhafen, die Kasbah und das andalusische Viertel besichtigen. Die Landschaft um das Cap Bizerte und den Bizerte-See laden täglich zu unendlichen Spazierfahrten ein. Selbst Utica, eine alte phönizische Siedlung ca. 30 Km von Bizerte wartet auf eine lohnende Besichtigung. Weiter westlich kommt man dann auf sehr kurvenreicher Strecke nach Tabarka. Das Städtchen hat eine alte genuesische Festung und dem Hafen vorgelagert liegen sehr schöne Korallenriffe, das Hafengelände selbst ist heute leider eine riesige Bettenburg, um nur ein Ziel zu verfolgen

Die Ostküste von Tunesien gibt die besonders bei deutschen Touristen beliebten Orte mit all ihren Sehenswürdigkeiten her. Von Hammamet im Norden über Sousse, Monastir und Sfax bis einschließlich Gabes im Süden, erstrecken sich die bekanntesten Urlaubsorte, die man samt alle in den Katalogen der großen europäischen Reiseveranstalter findet. Diese Urlaubsorten bieten jeden Service der landestypischen Art. Kamelritte, Jeepsafarie und verschiedene Ausflüge in die umliegenden Dörfer und historischen Stätten sind Tagesordnung.

Ein besonders beliebtes Urlaubsziel in Tunesien ist die Insel Djerba. Sie ist etwa 515 km² groß und mit einen Damm zum Festland verbunden. Djerba verfügt über einen modernen internationalen Flughafen, so dass sich besonders der Pauschaltourismus stark entwickelt hat. Dem kalten Wind im Winter kann man in einem der mollig warmen Thermalbäder entfliehen. Auch ein Dampfbad sollte man sich nicht entgehen lassen. Djerba bietet viele Pauschalhotels und gepflegte Hotelanlagen für Thalasso-Kuren und ist einer der beliebtesten Badeorte der Deutschen.

Die Steppen und Wüsten mit ihren Oasen im Hinterland sollten am besten als Rundreisen nach Tunesien gebucht werden. Vom Nordosten nach Südwesten wechselt die Landschaft aus endlose Olivenhaine, über satte Steppen, in mickernde Graslandschaft und letztlich die extrem trockene Bröckelandschaft der Wüste.
Von Gabes aus erreicht man Matmata, das Dorf der berüchtigten Trichterhäuser. Touristen können hier gerne solch Höhlenwohnung besichtigen. Weiter nach Westen, hinter den Dünen liegt Douz . Noch weiter westlich gelangt man zum großen Salzsee im Schott el Djerid. Der See ist ein Überrest aus der Zeit, als Teile Nordafrikas noch vom Meer bedeckt waren. Ob dem so sei, ist aber nicht bewiesen. In Tozeur kann man die alten (aus selbstgebranten Lehm) Lehmziegelhäuser der Altstadt besichtigen und eine schöne Kutschenfahrt organisieren. Eindrücke hinterlassen auf jeden Fall, die Palmen- und Obstgärten um Tozeur.

In der Oase Ksar Ghilane findet man eine heiße Quelle und in der umliegenden Wüste liegen zahlreiche, zum Teil verlassene Berberdörfer mit meist in den Felsen gehauene Höhlen. Ein bekanntes, dieser verlassenen Dörfer ist Douirat. In Ksar Halouf steht eine gewaltige Speicherburg, die früher zur Lagerung großer Mengen Oliven und dem daraus gewonnenem Öl diente. Heute, wie sollte es anders sein, diese Speicherburg nur noch einfache Unterkünfte für Touristen hergibt, um geld zu machen.
Allerdings kann man sich in den zahlreichen zahlreichen Höhlenkammern der Burg immer wieder schnell verlaufen.


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